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Loriana Casagrande wuchs in Luxemburg auf, wo sie 2009 ihr Abitur mit Schwerpunkt Bildende Kunst und Kunstgeschichte abschloss. Daraufhin absolvierte sie ihr Studium in Bühnen- und Kostümgestaltung, Film- und Ausstellungsarchitektur an der Universität Mozarteum Salzburg in der Klasse von Henrik Ahr. Währendessen zog es sie für ein Semester an die Norwegian Theatre Academy in Fredrikstad/Norwegen in die Szenographieklasse von Serge von Arx. Hier durfte Sie u.a. von Künstlerinnen wie Louise Höjer, Sabrina Hölzer, und Ann-Christin Rommen lernen.

 

Noch während ihres Studiums assistierte sie im Bereich Bühnen- und Kostümbild bei den Salzburger Festspielen, am Grand Théâtre de Luxembourg, an der Wiener Staatsoper und der Opéra National de Lorraine. Eigene Arbeiten im Bereich Bühnen- und Kostümbild, sowie Ausstellungsarchitektur folgten am Theater Augsburg, am Schauspielhaus Chemnitz, dem Theater Trier, an der BlackBox in Fredrikstad/ Norwegen, dem Norsk Teknisk Museum in Oslo und der Abtei Neumünster in Luxemburg.

 

Von 2017 bis 2019 war sie feste Bühnenbildassistentin am Schauspiel Frankfurt und assistierte dort u.a. die Bühnenbildner Harald Thor und Olaf Altmann und erarbeitet Produktionen u.a. mit Jan-Christoph Gockel und Julia Hölscher. Darüber hinaus begann hier u.a. Zusammenarbeit mit dem Regisseur Angel Krastev und der Regisseurin Regina Wenig für die sie am Schauspiel Frankfurt eigene Bühnenbilder realisierte.

 

Seit 2019 arbeitet Loriana Casagrande als freie Bühnen- und Kostümbildnerin. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet sie weiterhin mit der Bühnenbildnerin Noëlle Ginefri und dem Team um die Regisseurin Irina Brook, sowie dem Bühnenbildner Paul Zoller. Außerdem arbeitet sie regelmässig mit den Regisseurinnen Clara Hinterberger, Regina Wenig und Anne Sokolowski zusammen.

 

Von 2020 - 2022 gründete sie das freie Theaterkollektiv Kollektiv Widerhall zusammen mit dem Komponisten und Musiker Camilo Bornstein, der Schauspielerin Marlene-Sophie Haagen und der Regisseurin und Autorin Marie Schwesinger. Sie entwickelten die Produktionen Gegen alle Widerstände (2018, Schauspiel Frankfurt), Widerhall (2020, studioNAXOS) und Der Rache nicht (2021, studioNAXOS). Sie verknüpfen dokumentarisches Material mit heutigen Interviews, entwickeln Audio-Collagen, arbeiten an der Schnittstelle von Hörspiel und Theaterperformance und verstehen ihre Arbeiten als politische Dokumentarkunst.

 

In der Spielzeit 22/23 werden ihre Arbeiten am Staatstheater Braunschweig und dem Schauspiel Frankfurt zu sehen sein.

Foto: Thilo Ullrich